| Weinert-Schule erhält
720 000 Euro aus dem Förderprogramm des Bundes
HILTRUD MÜLLER
(16.09.2005 / Havelland aus der Märkischen Allgemeinen
Zeitung)
Der Minister kam auf die Minute pünktlich. Und
brachte mehr Geld mit als erwartet. Damit waren die
Falkenseer nunmehr ausgesöhnt. Denn immerhin wird
seit fünf Jahren die Sanierung der Ganztagsschule
"Erich Weinert" erwogen.
Und seit immerhin 21
Monaten wartet die Stadt auf die Bewilligung der Fördermittel
aus dem bundesweiten Programm "Zukunft Bildung
und Betreuung" zum Ausbau ganztagsschulischer Angebote,
um mit der längst überfälligen Sanierung
beginnen zu können. Unwirsche Briefe hatten in
der Zwischenzeit die Seiten gewechselt, doch gestern
blickte man lächelnden Auges zurück, als Bildungsminister
Holger Rupprecht das heiß ersehnte Kuvert persönlich
in der Erich-Weinert-Schule - der einzigen städtischen
Ganztagsschule im Sekundarbereich - an Rektorin Kerstin
Bachmann und Bürgermeister Jürgen Bigalke
übergab.
Die Stadt muss zu diesen
720 000 weitere 180 000 Euro als Eigenmittel beisteuern,
um den ersten Schritt für die Generalinstandsetzung
dieser verschlissenen Plattenbauschule zu tun: den Ausbau
des Heizhauses zu einem Mehrzweckgebäude mit Cafeteria,
Werkstatt und Aufenthaltsräumen. Zu diesem Zwecke
muss die Heizungsanlage zunächst ins Schulhaus
verlagert werden. Wie Ines Mandrella vom städtischen
Gebäudemanagement informiert, ist man mit den Bauvorbereitungen
soweit, dass die Ausschreibungen in Kürze erfolgen
können. Im nächsten Jahr wird das Bauen beginnen
und hoffentlich auch abgeschlossen werden. Das bezieht
sich jedoch nur auf die Verwandlung des Heizhauses.
Die Sanierung des Hauptgebäudes
wird noch auf sich warten lassen. Denn die Stadt muss
davon ausgehen, dass sie diese Investition selbst schultern
wird. "Erst müssen wir die Großbaustellen
von Europaschule und Lise-Meitner-Gymnasium zum guten
Ende führen", erklärte der Bürgermeister.
Und zum Minister gewandt setzte er hinzu: "Wir
haben außer diesen drei noch zwei weitere Schulen
- die Kant- und die Engels-Schule - von Grund auf zu
sanieren."
Minister Rupprecht bescheinigte
der Erich-Weinert-Schule, dass sie mit dem Projekt "Praxislernen"
Vorbildliches in der Berufsvorbereitung leiste. Auch
die Tatsache, dass man sich schon lange, bevor Fördermillionen
winkten, zum Ganztagsmodell bekannt habe, verdiene Anerkennung,
sagte Rupprecht. Auch deshalb habe man die Gelder der
Erich-Weinert-Schule zugewiesen, die seit Schuljahresbeginn
übrigens Oberschule heißt. |